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Tobi bei Rapidshare

Mein zweites Bewerbungsgespräch in der Schweiz hatte ich bei Rapidshare in Baar. Baar ist eine Gemeinde im Kanton Zug, liegt an der Stadt Zug und nah am Zugersee:-)

Die Firma Rapidshare ist trotz ihres Rufes als böser böser Filesharer mit illegalem Content ein sehr cooler Arbeitgeber. Normalerweise hat man in der Schweiz bei Bewerbungen meist 3 Termine, bis man wirklich angestellt wird. Das erste Gespräch dient zum gegenseitigen Kennenlernen und einschätzen. Beim zweiten Termin geht es dann ums Kennenlernen des Teams, der Arbeitskollegen und die Arbeitsumgebung. Auch die fachlichen und technischen Themen werden detaillierter gezeigt und evtl. wird ein Eignungstest oder sogenanntes Probearbeiten gemacht. Wenn bis dahin alles passt, gibts ggf. noch ein drittes Gespräch, in dem dann die vertraglichen Dinge geklärt werden. Bei der CSS-Versicherung in Luzern und V-Zug in Zug liefen die ersten Termine sehr gut und ich sollte für einen zweiten und dritten Termin eingeladen werden.
Bei Rapidshare war das erste Gespräch und ein Eignungstest an einem Tag. Das Gespräch ging etwa 2 Stunden und lief mit sympathischen und angenehmen Gesprächspartnern sehr gut.

In den letzten Jahren habe ich eigentlich haupsächlich JEE-Anwendungen entwickelt;  meist die Oberfläche mit JSF oder JSP und davor auch viel in PHP. Blöd war vorerst, dass bei Rapidshare zwar ein JEE-Team existierte, dort aber keine Stelle frei war. Dafür war eine Stelle im Web-Team frei. War für mich dann aber auch ok, da ich ja auch mit Spass  viel Webentwicklung gemacht habe. Dann erfuhr ich, dass ich ausschließlich mit HTML5 und sehr viel JavaScript arbeiten würde. Mit JavaScript hatte ich in den letzten 4 Jahren vielleicht 4 Funktionen geschrieben, die Elemente ein- und wieder ausblenden. War also absolut raus aus dem Thema. Es gab dann einen Eignungstest mit 3 fiesen JavaScript-Aufgaben, für die ich von etwa 10:00 bis 16:00 Zeit hatte. Wir einigten uns darauf, dass ich mich da mal ranmache, schauen wie ich mich schlage und dann wir dann weitersehen…

Bevor es losging wurde mir erstmal das neue Gebäude gezeigt: Natürlich fette Küchen mit Süßigkeiten, Knabbereien, Obst, geilen Kaffemaschinen, gekühlten Getränken, Ofen, Spülmaschine und dem ganzen Pipapo… Ein eigenes zweistöckiges Kino mit Sesseln aus Riesenkissen und fetter Leinwand. Ein Ruheraum mit Sofas und Liegen. Ne schöne sonnige Terrasse. Natürlich ein Raum mit Tischtennisplatten und Kicker. Eigene Duschen für die Frühmorgens- oder Mittagssportler. Sehr schön das Ganze :-)

Als ich ins Großraumbüro mit den etwa 30 Entwicklern kam, lief an irgendeinem Rechner chillige Cafe-del-Mar-Hintergrundmusik. Da waren viele deutsche dabei, einige Schweizer, Amis, Inder… Alle waren locker gekleidet, wie du und ich auf der Strasse. Einer kickte einen Wasserball ein bisschen gegen die Wand während er irgendwas mit jemanden absprach. Alle waren so zwischen Anfang 20 und Anfang 30 und offene, nette und neugierige Menschen. wir sind sofort ins Gespräch gekommen und waren dann auch gemeinsam Mittagessen. Alles sehr cool und locker :-)

Die 3 Aufgaben habe ich bis 16 Uhr auch hinbekommen. Mehr schlecht als recht, aber dafür, dass ich kaum Erfahrung mit JavaScript hatte, doch ganz gut. Ich war zumindest zufrieden mit mir. Das wurde mir danach dann auch bestätigt :-)   Da waren wohl schon Leute da, die sich als JavaScript-Experten eingeschätzt hatten (ich gab mir vorher 6 von 10) und dann nach dem Mittagessen ohne Ergebnis abgebrochen haben. Die Entwickler, denen ich mein Ergebnis gezeigt und erklärt habe waren zufrieden. Da ich danach die Keycard fürs Gebäude versehentlich mit nach Hause genommen habe, war ich ein paar Tage später nochmal da und dann hab ich direkt ein Angebot bekommen :-)

Da ich ja nun nicht mehr auf ewig Softwareentwickler sein werde und die letzten Jahre JEE gemacht hab, habe ich mich auch richtig mit dem Gedanken anfreunden können noch mal fett HTML5 und JavaScript zu entwickeln. Macht auch Spass :-)

Mag sein, dass RapidShare im Hinblick auf den Rückzug der anderen Filesharer vielleicht nicht der sicherste oder beständigste Arbeitgeber der nächsten 5 Jahre sein wird. Aber für meine Zwecke, also 18 oder 14 Monate nochmal ordentlich Geld verdienen, der perfekte Arbeitgeber mit den richtigen Leuten in einer fantastischen Umgebung. Besser hätte ich es wohl nicht treffen können :-)

Gruezi Schwyz, oder!

So schnell kanns gehen. Im Mai der Entschluss in die Schweiz zu gehen und Bewerbungen geschickt, im Juni telefoniert und Termine für Bewerbungsgespräche gemacht und nun war ich letzte Woche in der Schweiz zu Gesprächen in und um Zug und Luzern. Die liefen allesamt ganz wunderprächtig und ich hatte letztendlich sogar die Qual der Wahl :-)

Diese Wahl fiel auf Rapidshare in Baar. Dort hat’s mir am Besten gefallen. Es hat den Flair eines coolen jungen Startup-Unternehmens und ich freu mich RapidShare als Arbeitgeber gefunden zu haben. Aber dazu im nächsten Artikel mehr…

Viele Schweizer haben übrigens die Angewohnheit am Ende eines fast jeden Satzes ein oder anzuhängen, oder. Ähnlich, wie im Sauerland das woll, oder. Und man muss aufpassen nicht ständig zu antworten, oder.

Next Step: Get a room :-)

Hopp Hopp Schwyz!

Als ich vorletzte Woche meinen Cousin in der Schweiz besucht habe, hab ich mich dran erinnert, dass man in der Schweiz ja auch prinzipiell mehr Geld verdient. Näher beschäftigt, geschweige denn ausgerechnet habe ich das bisher noch nicht. Google is your friend und los gehts!

Gehaltsspiegel, Foreneinträge und IT-Gehälter gecheckt. Brutto-Netto-Rechner gecheckt. Kosten für Wohnung, Leben und Krams mit Jans Hilfe gecheckt und große Augen bekommen: 3000€ monatlich sparbar! Unglaublich! Fantastisch! Wo muss ich unterschreiben? Nochmal alles durchgerechnet und wieder bei sparbaren 3000€ geblieben. Mein Entschluss stand schneller als manch anderes: Ab in die Schweiz :-)