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Australien Tourtagebuch – Tag 1 – Darwin, Tennant Creek und Townsville

Nun bin ich mittlerweile 9 Tage in Australien und bin noch nicht eine einzige Etappe geradelt :-(

Da ich nur so ein bisschen grob geplant hatte, war mir bei Buchung meiner Flüge nicht klar, dass der Norden Australiens tropisch ist, geschweige denn, dass dazu auch noch Regenzeit ist. In der es sehr heiß wird und auch häufig unerwartet, aber stark regnet. Die sporadischen Monsune überfluten die Straßen zwische Darwin, Tennant Creek und Townsville und Gelegenheiten Wasser nachzufüllen können mehr als 250km entfernt sein. Nun ja, das waren für mich einige Gründe die Strecke von Darwin an die Ostküste nicht mit dem Rad, sondern mit dem Bus zurück zu legen.

Trotzdem hatte ich wirklich schöne Tage in Darwin mit meinem Gastgeber Alex und Townsville mit meinen Gastgebern Mick and Jen :-)

Island – Tag 4 – Emstrur

Wir starteten in sonnigem Wetter durch grünes Gebüsch und Wiesen, die dann aber hurtig zu Asche und Stein wurden, sobald es bergauf ging. Mittlerweile waren wir an einem Punkt, an dem wir uns spaßige Spielchen ausgedacht haben: entgegenkommende Wanderer auf vier Unterschiedlichen Sprachen grüßen. Alle gleichzeitig ein anderes Lied auf den Lippen pfeifend am nächsten Wanderer vorbei. Und diesmal neu im Repertoire: “Everybody dance now”. Geht folgendermaßen: Wir kommen an einer Gruppe Wanderer vorbei, Thorsten fängt plötzlich laut an zu singen “Everybody dance now”, woraufhin alle vier anfangen zu tanzen und diese Melodie singen. Wir haben damit erfolgreich eine ‘Wanderer-jodelt-auf-einem-Stein’-Videoaufnahme gesprengt und großen Beifall bekommen. Einige Tage später sprachen uns im BSI zwei Wanderer darauf an, die uns zufällig haben tanzen sehen :-)

Auch ein neues Spielchen. Die Lokomotive. Wohlwissend mehr lustig als schnell ;-)

https://vimeo.com/140565482

Nun ja. Wir wanderten so vor uns hin und waren ganz zuversichtlich, dass wir bald da wären und rechneten mit nix Bösem mehr. Doch dann kam noch dieser Anstieg:

Nach einem kurzen Päuschen samt Nickerchen (Tobi zumindest) gings dann noch den Berg hoch. Und von dort war es auch nicht mehr weit nach Emstrur, wo wir uns einen schönen abgelegenen von Bächen umflossenen Vulkanascheplatz zum campen ausgesucht haben. Und in Emstrur bekamen wir von den Hüttenwärterinnen (Campingplatz ist immer an einer Wanderhütte) unsere Hiobsbotschaft: Am nächsten Tag zieht ein Sturm auf, der es unmöglich macht weiter zu wandern. BÄM! Nach mehrmaligen beratschlagen, nachfragen und diskutieren sah es so aus:

  • Ruhetage einlegen und zelten wurde aufgrund des Sturms nicht empfohlen
  • Ruhetage in einer Hütte einlegen war nicht möglich, da diese voll waren und keine weiteren Wanderer aufnehmen konnten
  • Am nächsten Tag von Emstrur von nem Bus ‘evakuieren’ lassen
  • Am nächsten Tag früh los und ne schnelle kurze Etappe nach Hvanngil und von dort mit dem Bus ‘evakuieren’ lassen

Wir entschieden uns fürs letztere und gingen zeitig schlafen und sollten noch sehen, was der nächste Tag uns bringt!

Island – Tag 2 – Fimmvörðuskáli

Frisch gestärkt mit Müsli ging es mit gepackten Rucksäcken und schnittigen Windböen dann nochmals den steilen Anstieg des Skógafoss hoch. Grob geschätzt ging es in den ersten Stunden entlang der Skógar an mehr Wasserfällen vorbei als ein Wanderer Finger hat. Nach einem Päuschen samt Nickerchen, Tänzchen und Zumba im Wind wanderten wir immer weiter stetig bergauf. Die Vegetation wurde immer karger und verschwand wurde zu Sand und Stein. Lediglich der Wind – unser treuer Begleiter – war stets zur anwesend. Obwohl wir schon Gepäck umverteilt hatten, machte sich Ariks Hüfte aufgrund des schweren Rucksacks mit jedem Höhenmeter mehr und mehr bemerkbar. Unser Tagesziel Fimmvörðuskáli lag auf etwa 1.000 Metern und wir alle wusste, dass diese erste Etappe die anstrengendste sein würde. Als wir einen Kilometer vor der Hütte die einige Jahre zuvor restaurierte, sehr einladend wirkende Schutzhütte Baldvínskáli erreichten pausierten wir erstmal. Nach einem Kaffee in der angenehm windsicheren Hütte entschieden wir unsere Pause auszudehnen und unsere Zelte hier aufzuschlagen.

Allerdings waren wir uns nicht sicher, ob das erlaubt war und der Hüttenwart sollte laut Zettel “Bald wieder da sein”. Nachdem wir die Zelte aufgebaut hatten und ich der wiederkehrenden Hüttenwärterin beim Wasser tragen half, kamen wir ins Gespräch und Siegrid (ich nenne sie einfach mal so, da ich den Namen vergessen habe :) erzählte mir auf Nachfragen von traditionellem isländischen Gerichten. Da gibt es den relativ einfach zu beschreibenden Schafskopf (Jap, ganz genau das. Ein Schafskopf), der halbiert in einer Art Gemüsesuppe gekocht und genau so serviert wird. Zudem gibt es so etwas, wie den englischen Meat-Pie – allerdings mit Lammhoden. Und zu guter letzt gibt es dann noch folgendes: Die überall rumstreunenden süßen isländischen Schafe werden über die Sommermonate im April auf die Wiesen getrieben und der komplette über den Winter angesammelte Schafdung nach draußen zum trocknen gekehrt. Bevor im September die Schafe dann wieder rein geholt werden, wird der getrocknete Schafsdung im Stall angezündet, um die nach isländischen Kriterien geschlachteten Schafe im Schafsdungrauch zu räuchern. Hmmmm, lecker…

Wir aßen unsere Astronautennahrung und verkrümelten uns bei knapp über den Gefrierpunkt und ner sehr steifen Brise in unsere Zelte. Die klimatischen Bedingungen auf 1.000 Metern in Island sind übrigens vergleichbar mit 3.000 Metern in den Alpen :-)

Island – Tag 1 – Skógar

Pünktlich, wie die Bahn kommt hier der ausführliche Reisebericht meiner diesjährigen Islandtour. Und da ich zu faul bin alles auf einmal zu schreiben, kommt der Bericht in dünn geschnittenen Scheibchen :-)

An einem sonnigen Samstag bei 30°C trafen wir uns in voller Montur gut gelaunt am Düsseldorfer Flughafen, der uns mit langen Schlangen vorm Check-In empfang. Vor dem einchecken, mussten wir aber erstmal unsere Rucksäcke umpacken, um bei maximalen 20 kg pro Rucksack zu bleiben. Als Ultraleicht-Trekking-Fanatiker war ich bei angenehmen 15 kg, wobei Thorsten bei etwa 20 kg und Arik und Johannes jeweis bei etwa 25 kg waren. Also umgepackt, eingecheckt, Sondergepäck aufgegeben, Security-Check, ab in den Flieger, geschlafen und Schwupp sind wir in Keflavik bei 15°C und Regen angekommen. Von Dort gings mit dem Bus direkt zum Reykjavik Bus Terminal (BSI) und direktweiter mit dem Bus nach Skógar. Bei mittlerweile trockenem aber windigen frischen Temperaturen bauten wir unsere Zelte auf, aßen lecker Astronautennahrung und sind abends direkt mal den Skógafoss hoch, um dort brüderlich das Wilkommensbierchen zu teilen. Prost!