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Island 2015

In Island kann man hervorragend wandern! Man sieht mindestens 5 Wasserfälle am Tag. Man versinkt in Aschefeldern oder friert in Schneefeldern – kann diese aber auch auf imaginären Skiern herunter fahren. Man läuft durch eiskalte Gletscherflüsse, um ans andere Ufer zu gelangen. Man zeltet bei Windgeschwindigkeiten bis zu 80 km/h. Man geht Berge herab, darf sie aber auch hinaufgehen. Man hat die Möglichkeit bei phänomenalen Landschaften genüßlich eine Kaffeepause einlegen. Man kann umkommen, darf aber stattdessen auch auf den isländischen Wanderverein hören und die geplante Wandertour nach der Hälfte abbrechen, um dem Sturm zu entgehen und sich evakuieren zu lassen. Dann guckt man doof aus der Wäsche :-)

Man kann sich aber auch einen Mietwagen nehmen und ein bisschen durch Island cruisen. So darf man in die Höhle des Bergtrolls klettern. Oder führt einseitige Gespräche mit Möwen und Walen. Zwischendurch darf man auch mal seine Hose zerschneiden. Eier kocht man hervorragend in heiß brodelnden Quellen und Würstchen, sowie Pilze gart man anspruchslos über heißem Wasserdampf aus ebendiesen Quellen. Man kann der Google Navigation vertrauen und stundenlang im Schneckentempo an Gletschern vorbei durch Mondlandschaften fahren, um am Ende mit wenig Sprit im Tank und nem Auto, das nicht versichert ist, um durch Flüße zu fahren, durch Flüße fahren.
Man kann das auch zwei mal machen.

Am Ende der Reise kann man ein schönes Lagerfeuer machen und in reykjavikschen heißen Thermalbädern entspannen.

Das kann man mal machen :-)

https://vimeo.com/136796129

Man kann nächste Woche noch einmal auf diese Webseite gucken, um einen ausführlichen Tourbericht mit fantastischen Bildern zu sehen ;-)

Tourtagebuch – Tag 14

https://vimeo.com/96340489

Nun bin ich seit etwa 2 Wochen unterwegs, hab schon viel gesehen und viele Leute kennengelernt. Am 5. Tag meiner Tour hab ich die AMGEN Tour of California miterlebt, dazu gibts hier mehr zu lesen. Eines Tages haben Mathilde und ich von einer Klippe aus eine Grauwalmutter mit ihrem Grauwalbaby an der Küste entlangschwimmen sehen. Meine ersten Wale :-)

Am selben Tag haben wir auch Tom, mehrmals getroffen und den Abend auf dem Campingplatz mit ihm verbracht. Jeder Mensch hat ein Hobby. Seines ist ausgefallene Liegeräder aus Holz zu bauen: http://www.woodenbikes.com. Am Tag danach gab es in Oceano keinen Campingplatz mit Hike & Bike Area. Die Campingplätze sind normalerweise für große Wohnmobile oder Autos mit Zelt ausgelegt, aber viele haben auch eine Hike & Bike Area für die verrückten Leute, die sich mit dem Fahrrad oder gar zu Fuss fortbewegen. Da wir auch nicht weiter oder zurück wollten, hatten wir Glück, dass Fred (ein seit 20 Jahren durch Kalifornien tourender Iraner) uns eingeladen hat unser Zelt auf seinem Campground aufzustellen. Dort gesellte sich auch nächsten abend auch noch Bastien aus Frankreich zu uns. Die nächsten Tage haben wir in Santa Barbara verbracht, bei Eric und Matt die Couch gesurft, ein bisschen abgehangen, Godzilla (sehr tiefgreifender Film ;) im Kino gesehen und ein bisschen im REI (Outdoorshop) geshopped. Ich bin nun umgestiegen vom Spirituskocher auf Gaskocher. In Los Angeles im Burger King hab ich noch ein cooles Gespräch mit Eric gehabt, der jeden Tag einen Unbekannten nach seiner Geschichte fragt :-)

Mathilde hat sich in Santa Barbara gen New York verabschiedet und seitdem bin ich mehr oder weniger erstmal wieder alleine unterwegs. Momentan bin ich in Los Angeles, aber dazu gibt’s dann später vielleicht nen eigenen Artikel :-)

PS: Wenn jemand irgendwelche Fragen hat zur Verpflegung, Fahrrad, Camping, Amerikaner, Strassen, Tieren oder was auch immer: her damit!