Bekanntschaften tagged posts

4 Tage in Los Angeles

https://vimeo.com/96732205

Da ich auf meine online bestellte Sonnenbrille mit Stärke warten musste, habe ich 4 Tage in Los Angeles verbracht. Wirklich gastfreundlich untergebracht war ich bei Mathis und Donna, wo ich Freitag Abend auch eine Sabbatfeier mitbekam. Wirklich nett und interessant und ich hatte länger nicht mehr so gut und viel gegessen! Getreu meinem Motto “Two-Tasks-A-Day-Keeps-The-Doctor-Away” habe ich mir kein Touristress gemacht, sondern mir nur einige Sachen angeschaut, die teils wirklich interessant waren und teils halt Ami-Quatsch ;-)

Santa Monica Pier
Hey, da ist ein Pier. Lasst und mal nen Vergnügungspark drauf bauen! Nun ja… Der Strand ist riesig und ganz nett.

Walk of Fame in Hollywood
Ne Menge Sternchen. Ne Menge bunter Figuren. Ne Menge Touristen

Griffith Observatorium
Da war ich am Memorial Day oben, daher ziemlich voll mit Touris. Aber schöner Aufstieg mitm Rad und gute Aussicht auf L.A.

Chinatown und Downtown
Chinatown voller Chinesen samt Geschäften und Restaurants. Downtown voller Wolkenkratzer und Restaurants.

California Science Center mit der Endeavour
Das war cool! Hab ne Menge Satelliten gesehen, Sojus- und Apollo-Kapseln, einige Flieger und die Endeavour. Ich finds faszinierend was die Weltraumforschung für technische und wissenschaftliche Leistungen vollbracht haben. Fliegen auf den Mond mit nem Computer, der schwächer ist als jedes Handy heutzutage!

La Brea Tar Pits
Weltweit gibts es 6 bekannte Tar Pits, davon 4 in Kalifornien. Tar Pits sind eine Art See oder Sumpf bestehend aus flüssigen Teer (natürlicher Asphalt/Bitumen), der durch den Erdmantel an die Oberfläche kommt. Da diese oft mit Wasser oder Laub bedeckt waren, starben dort ne ganze Menge dummer Tiere, die heutzutage dann ausgebuddelt und untersucht werden. Die Skelette saugen den Teer auf, werde dunkler und sind in sehr gutem Zustand. Und dann ist man mitten in der 3,7 Millionen Metropole Los Angeles und sieht einen eingezäunten blubbernden See aus Teer :-)There are 6 Tar Pits worldwide is a kind of lake or moor composed of natural asphalt, cracking through the earths mantle to the surface. Often those were covered with water or leafs a lot of stupid animals died in them, which today are excavated and researched. The skeletons are darker and in very good condition because of the tar. Then you are standing in a 3.7 Million Metropole Los Angeles and looking into a fenced lake of bubbelling tar :-)

Insgesamt ganz nett, aber San Francisco oder Santa Barbara gefiel mir besser und ich freu mich spätestens morgen wieder auf dem Sattel zu sein und weiter zu radeln. :-)

Tourtagebuch – Tag 14

https://vimeo.com/96340489

Nun bin ich seit etwa 2 Wochen unterwegs, hab schon viel gesehen und viele Leute kennengelernt. Am 5. Tag meiner Tour hab ich die AMGEN Tour of California miterlebt, dazu gibts hier mehr zu lesen. Eines Tages haben Mathilde und ich von einer Klippe aus eine Grauwalmutter mit ihrem Grauwalbaby an der Küste entlangschwimmen sehen. Meine ersten Wale :-)

Am selben Tag haben wir auch Tom, mehrmals getroffen und den Abend auf dem Campingplatz mit ihm verbracht. Jeder Mensch hat ein Hobby. Seines ist ausgefallene Liegeräder aus Holz zu bauen: http://www.woodenbikes.com. Am Tag danach gab es in Oceano keinen Campingplatz mit Hike & Bike Area. Die Campingplätze sind normalerweise für große Wohnmobile oder Autos mit Zelt ausgelegt, aber viele haben auch eine Hike & Bike Area für die verrückten Leute, die sich mit dem Fahrrad oder gar zu Fuss fortbewegen. Da wir auch nicht weiter oder zurück wollten, hatten wir Glück, dass Fred (ein seit 20 Jahren durch Kalifornien tourender Iraner) uns eingeladen hat unser Zelt auf seinem Campground aufzustellen. Dort gesellte sich auch nächsten abend auch noch Bastien aus Frankreich zu uns. Die nächsten Tage haben wir in Santa Barbara verbracht, bei Eric und Matt die Couch gesurft, ein bisschen abgehangen, Godzilla (sehr tiefgreifender Film ;) im Kino gesehen und ein bisschen im REI (Outdoorshop) geshopped. Ich bin nun umgestiegen vom Spirituskocher auf Gaskocher. In Los Angeles im Burger King hab ich noch ein cooles Gespräch mit Eric gehabt, der jeden Tag einen Unbekannten nach seiner Geschichte fragt :-)

Mathilde hat sich in Santa Barbara gen New York verabschiedet und seitdem bin ich mehr oder weniger erstmal wieder alleine unterwegs. Momentan bin ich in Los Angeles, aber dazu gibt’s dann später vielleicht nen eigenen Artikel :-)

PS: Wenn jemand irgendwelche Fragen hat zur Verpflegung, Fahrrad, Camping, Amerikaner, Strassen, Tieren oder was auch immer: her damit!

Ab in die Wüste

https://vimeo.com/86828898

Letzte Woche ging es zum nördlichsten Punkt des kolumbianischen Festlandes in die Wüste Guajira. Nach etwa 20 Stunden Busfahrt von Medellín aus sind wir in Maicao bei Freunden von Freunden untergekommen und dort habe ich meine erste Nacht in einer Hängematte verbracht – genauer gesagt in einer Cuchara. Die Cucharas (typische Hängematten an der Küste) haben gegenüber den normalen Hängematten (Hamacas) an den Seiten noch Stoffnetze runterhängen (siehe hier), die man zum schlafen über sich hochklappen kann. Man schläft, wie in einem Kokon und heraus kommt ein wunderbarer Schmetterling – fast ;-)

Nach der Fahrt ging es per Jeep und vielen Einheimischen weiter nach Uribia, die Stadt mit den meisten indigenen Einwohnern Kolumbiens. Von dort ging in einem wieder vollgepackten Jeep weiter zum ersten Ziel Cabo de la Vela, wo wir zwei Tage und Nächte an Stränden, in Wüsten, auf Salzseen, in Zelten und Hängematten verbrachten.

Dort lernten wir einen Indigenen mit dem Spitznamen Gringo kennen, der uns die Tour nach Punta Gallinas für $120.000 (ca. 48€) angeboten hatte. Wir hatten vorher Angebote von $150.000 (ca. 60€) und $200.000 (ca. 80€) bekommen. Seine Tour würden wir auf zwei Motorrädern machen und damit auch in Punta Gallinas die Dünen, und den Leuchtturm besuchen. Und eine Mahlzeit dort kostet nur $10.000 (4€) anstatt $15.000 (6€)und eine Nacht in der Hängematte auch nur $10.000 anstatt $15.000 und eigentlich ist es ja sowieso alles ganz günstig da. Zwei von uns haben dem Gringo dann zugesagt.


Am nächsten Tag war dann nur ein Motorrad da und einer von uns musste mit einem schon ziemlich dem Tod nahem Jeep mitfahren, wir konnten uns aber zwischendurch mit dem auch angeschlagenem Motorrad abwechseln. So ging es also ca. 100km durch die Wüste. Nach zwei Pausen, in der die Motorhaube vom Jeep festgebunden werden musste, damit sie nicht immer während der Fahrt aufgeht und nach einer Pause, weil der Jeep dann einen Platten hatte, wollte die Benzinpumpe dann irgendwann auch nicht mehr pumpen und so standen wir da. Glücklicherweise waren wir in einer Gruppe bestehend aus 2 Jeeps und einem Motorrad, so dass wir uns dann alle in den anderen Jeep gequetscht haben und letztendlich nach ca. 7 Stunden auch in Punta Gallinas angekommen sind. Dort hat sich unser Guide Gringo dann erstmal was gegessen und ist verschwunden. Nachdem wir die wirklichen Preise erfahren haben und auch, dass uns die Tour noch weitere $25.000 (10€) kosten würde, haben wir beschlossen uns nicht durch unseren Gringo die Laune verderben zu lassen, sondern ihm einfach alles zuviel bezahlte von seiner Bezahlung abzuziehen :-)

Mit 4 Leuten haben wir dann die Tour zu einem Leuchtturm, zu einem phänomenal tollem Ausblick, zu den Dünen und einem Sonnenuntergang am Strand gemacht. Das war teilweise wirklich atemberaubend schön. Abends wurde zu ein paar Bierchen mit den anderen Reisenden über Lebenspläne und Gringo philosophiert, mit den Guides über den Ablauf der Tour und die Abfahrt am nächsten Morgen diskutiert, bevor es dann in die Hängematte ging. Da wir um 6 Uhr losfahren wollten, ging es um 8 Uhr los mit Gringo-Tours. Nach insgesamt 32 Stunden fahrt mit Motorrad, Jeep, Bus, Nachtbus und Metro bin ich nun wieder in Medellín und werde mich in den nächsten Tagen zu einem Weingut in der Nähe von Bogotá aufmachen, wo ich 2 – 3 Wochen arbeiten möchte :-)


Jahresrückblick 2013

Schon bald wird auch dieses Jahr vorbei sein, in dem ich mich von alpinischen Hängen und von meinem Rennrad gestürzt, Rollen vor- und rückwärts in den Zuger See gemacht und meine erste Kündigung erhalten habe. Ich aß Käsefondue, wie kein zweiter Deutscher, selbstfrittierte Doughnuts, eigene 6-Gänge-Menüs und dazu meist vegetarisch.

Ich war in der Höll(grotte), in Buda und Pest, barfuss auf der Autobahn, auf der Tour de Rhein, arbeitslos, Gärtner und beim tollsten Pianisten ohne Haare. Ich wurde von der Hexe geschossen, schuldenfrei, von Enten gekitzelt, vom Strom geschlagen, im Golfkarren gefahren und von Hunden wach geküsst. Ich hatte tolle WG’s, den besten Arbeitgeber ever, einen Spaziergang mit einer Gefriertruhe, Schnee beim baden, Morgengymnastik mit dem ROFL-Copter und Paddelkämpfe.

An diversen Stränden bin ich geschwommen, gesurft, wurde gekniffen, habe gebuddelt und übernachtet. Gefüttert wurden dieses Jahr löchrige Katzen, punkige Schafe, katzenartige Hunde, beissende Fische und hungrige Freunde. In meinen Beinen stecken viele Höhen- und Kilometer um den Zuger See, in den Vogesen im Rheinland und in Kolumbien. Es gab Holz in Feuerschalen, Feuer aus Schränken, Flaschenöffnungen aus Feuerzeugen und Feuer auf der Hand.

Ich habe tolle neue Musik, leckere neue Speisen und Getränke, eine Art zu kentern, das Waffelhaus und viele großartige Menschen kennenlernen dürfen.

Genieß die Feiertage zusammen mit deiner Familie und deinen Freunden und hab eine schöne Zeit!

Ich bin in Südamerika, lebe meinen Traum und freue mich, wie ein Elefant auf mein nächstes Jahr!

Life is great!