If you’re going to San Francisco

(de / en)

Nach nun genau einer Woche gibt’s meine ersten Eindrücke aus den USA und San Francisco. Von Medellín aus ging es via Fort Lauderdale, wo ich erstmal 2 Stunde in der Schlange warten musste, bis der nette Officer Smith mich in die USA hat einreisen lassen, nach San Francisco. Hunger gehabt wie am Spiess, ein typisches Burger Menü gekauft und mit einem weinenden Auge den kolumbianischen Preisen hinterhergetrauert. Mit meiner Woche USA-Erfahrung sind die Preise hier schätzungsweise so hoch (oder niedrig), wie in Deutschland. Was mir noch so auffällt: alles ist größer und breiter. Nicht nur die Menschen ;-) Die Straßen und Bürgersteige sind megabreit, die Mülleimer sind doppelt so groß, wie bei uns, die Autos sind natürlich alle megafett und auch 98% aller Produkte im Supermarkt. In den zwei größeren Supermärkten, in denen ich war, ist es nicht möglich ein einzelnes Bier zu kaufen. Mindestens Sixpack muss es sein. Oder halt ne stilvolle 1-Liter-Dose :-)

Die Menschen sind alle nett, freundlich, hilfsbereit und hören sich an, wie im Fernsehen ;-) Alles wird enthusiastisch betont und sowieso ist ja auch alles wonderful, great and fantastic. Find es immer wieder erstaunlich, wie die Leute sich für alles so begeistern können oder zumindest so tun. Aber mir gefällts. Vermutlich ist die deutsche Sprache einfach sehr monoton und die Deutschen sehr zurückhaltend. Die Schweizer können da aber noch einen drauf setzen :-)

San Francisco ist unerwartet klein. Grade mal 800.000 Franziskaner leben hier auf 11 x 11 km. Man kommt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad (oder wie wohl die meisten Leute hier: mit dem Auto) schnell überall hin. San Francisco ist auch mehr oder weniger quadratisch (praktisch – gut) und umringt von Wasser. Im Westen gibt’s nen großen Pazifik, im Norden das goldene Tor, im Osten die Bucht und im Süden… Naja fast umringt von Wasser. Die famose Golden Gate Bridge ist auch gar nicht golden. Alles gelogen. Nichtsdestotrotz schon atemberaubend und je nach Wetter vielfältig schön. In den 121 km² gibt es diverse Hügel (die berühmtesten sind hier wohl die Twin Peaks, die ich auch beide bestiegen habe), viele Parks und Grünflächen zum Trinken, Rauchen, Essen oder einfach so abhängen. San Francisco gilt als sehr liberal (seit 1956 hat kein Republikaner mehr ne Wahl gewonnen, hat ein wirklich cooles Schwulenviertel) und innovativ (Facebook, Google, Amazon & Co testen vom Silicon Valley nebenan in San Francisco all ihre neuen coolen Dinge). Ich hab auch gehört als IT-Fuzzi mit einigen Jahren Erfahrung kann man im Silicon Valley problemlos nen Job mit schweizer Gehalt finden. Werd’s mal im Kopf behalten. Neben dem ganzen Junk- und Fastfood (wo ist der Unterschied?) gibt es auch überraschenderweise viel Biogemüse, viele Märkte, auf denen Bauern der Umgebung ihre wirklich qualitativ hochwertigen Waren feilbieten. Wer möchte kann sich also auch super gesund ernähren.

Seit einer Woche lebe ich bei der super gastfreundlichen Helen und Anna (Kolumbien-Konnäktschn) auf dem Sofa, die mir, wenn sie Zeit haben San Francisco zeigen und die ich – wie man das dann so macht – gestern lecker bekocht habe. Tomatenbaguettes à la Tobi, Blumenkohlsuppe à la Opa de Tobi und Kaffee-Mandel-Rum-Schokoladen-Matsche. Gestern ist auch nach unglaublich schnellen 2,5 Tagen mein Rad angekommen, so dass ich heute erstmal ne 50 km Tour um und durch San Francisco, inklusive bergauf- und ab, Vogelschiss und Sonnenbrand gemacht habe. Was das Herz begehrt :-)

https://vimeo.com/93574421

Dies ist nur mein bescheidener Eindruck und ich hoffe niemanden auf die Füße zu treten. Alles in allem toll hier!

2 comments to If you’re going to San Francisco

  • 4Stern  says:

    great impressions …
    get a job in silicon valley, i know nobody else there ;) …

  • Anonymous  says:

    fucking awesome, my dear friend from the vineyard!

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